Polizeifunk hacken

Was für die einen das altbewährte, und immernoch oft genutzte Abhören ist, ist für die anderen einfaches Hacken von Datenübermittlungen.
Dagegen wollte sich der Staat wehren, und richtete ein abhörsicheres Übertragungsverfahren ein.

Zumindest haben sie es wohl angenommen daß es abhörsicher wäre – doch Spezialisten haben nachgewisen, daß es bereits mit einfachster Ausrüstung möglich sei Polizeifunk abzuhören.
Ein Notebook, ein einfacher Handscanner und die entsprechende Entschlüsselungssoftware würde wohl ausreichen um den sicheren Code zu knacken und ungehindert Polizeifunk abhören, so berichtet zumindest Golem, Deutschlands größtes IT Onlinemagazin in ihrem Bericht Digitaler Polizeifunk mit einfachen Mitteln abhörbar?

Weiter heißt es aber, daß andere Städte mit dem gleichen Projekt nichtmal Verschlüsselungssoftware einsetzen würden:

In Aachen sei nach Angaben der Beteiligten keine zusätzliche Verschlüsselung eingesetzt worden, da es zu Inkompatibiltäten bei den Funkgeräten verschiedener Hersteller gekommen sei.

Würde mich mal interessieren, wieviele Steuergelder in ein solches Projekt fließen, um es dann noch nichtmal vollends und sicher zu nutzen…

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4 Responses to “Polizeifunk hacken”

  1. Toemmel sagt:

    Das tatsächliche Investitionsvolumen ist mindestens so umstritten, wie es das ganze Projekt bisher war. Die kalkulierten Größenordnungen variieren zwischen zwei und sieben Milliarden Euro. Momentan gilt drei Milliarden als passable Größe für die Infrastruktur.

    Abschließend sei dem Autor der Ursprungsmeldung noch der Hinweis erlaubt, dass die nicht von golem.de sondern von der WirtschaftsWoche stammt: http://www.wiwo.de/pswiwo/fn/ww2/sfn/buildww/id/133/id/189044/fm/0/SH/0/depot/0/index.html

    Gruß

    Thomas

  2. Christoph sagt:

    Vielen Dank für diese Information!
    Solche Größenordnungen sprengen doch tatsächlich jeglichen, verfügbaren Rahmen des Bundeshaushaltes…

  3. Dieter sagt:

    Die technische Infrastruktur kostet hier gerade mal ein paar Hunderter. Der einzige Knackpunkt ist, an die geeignete Entschlüsselungs Software zu kommen. Zur Entwicklung der Entschlüsslungssoftware ist gute Kenntnis des Systems notwendig, was wiederum eine offenherzige Informationspolitik des Staats voraussetzt. Hierzulande schweigen die wie ein Grab, was einem den Wind aus den Segeln nimmt.

    Unnötig zu erwähnen, dass es für die meisten Geheimdienste ein Klacks ist, Polizeifunk mitzuhören.

    In Russland hat schon vor Jahren jemand einen Echtzeit DECT-Decoder angeboten, für ca. 8000$. Eine intressante Adresse in Sachen staatlicher überwachung ist sicherlich http://www.wavecom.ch , auch in Sachen Handy (war jetzt leicht vom Thema abgekommen, aber was solls)

  4. Christoph sagt:

    @ Dieter
    Kommst Du vom Fach in dieser Richtung?
    Es scheint mir, daß Du Dich mit diesem Thema schon länger befasst.
    Aber ich bin mir eigentlich sicher, daß es früher oder später dann doch Details auf die Eigenschaften von Kodierung und Systemaufbau gibt, die auch einen einfachen hack erlauben.

    Und wenn man sich den obigen Beitrag anschaut, so scheint es ja bereits eine solche Software zu geben, die auch einfach anzuwenden ist.

    Ich kann da nur aus der Sicht eines Beobachters schreiben, da ich nicht wirklich Ahnung von sowas habe, es mich lediglich interessiert.
    Danke ebenfalls für den interessanten Link!

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